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Vorbereitung des Auslandsaufenthaltes

Die Vorbereitung des Auslandsaufenthaltes begann ca. 12 Monate vor dem Aufenthalt. Die Seiten der Universität Potsdam und des Historischen Instituts ermöglichten eine zielgerichtete Vorbereitung der Bewerbung und des Aufenthaltes. Besonders hilfreich waren die Schritt-für-Schritt-Anleitungen (https://www.uni-potsdam.de/de/international/outgoing/studium/erasmus/schritte). Diese ermöglichten es, stressfrei alle nötigen Vorbereitungen rechtzeitig vorzunehmen und den Überblick zu behalten. Auch mein Koordinator, Dr. Schulz, stand jederzeit für Fragen zur Verfügung und unterstützte mich zuverlässig während des gesamten Vorbereitungsprozesses.

Dennoch gab es auch Schwierigkeiten in der Vorbereitung. Die Universität Potsdam empfiehlt, in Bezug auf die Finanzierung des Auslandsaufenthaltes frühzeitig einen Antrag auf Auslands-BAföG bei der zuständigen Behörde – in meinem Fall dem Amt für Ausbildungsförderung der Landeshauptstadt München – zu stellen. Meine Antragstellung erfolgte 7 Monate vor Beginn meines Auslandsaufenthaltes (März 2025). Dennoch war das Amt bis Februar 2026 nicht in der Lage, meinen Antrag abschließend zu bearbeiten.

Während des Verfahrens kam es wiederholt zu organisatorischen Problemen, darunter fehlerhafte Zustellungen, widersprüchliche Auskünfte zu Zuständigkeiten und Sprechzeiten sowie sehr verzögerte Rückmeldungen auf E-Mails und Telefonanfragen. Eine Reaktion erfolgte erst nach erheblichen eigenen Nachfragen und rechtlichen Schritten. Die daraus resultierende Unsicherheit bedeutete für mich einen erheblichen zusätzlichen organisatorischen und emotionalen Aufwand.

Ich empfehle daher dringend, bei der Planung des Auslandsaufenthaltes nicht ausschließlich auf BAföG-Leistungen zu vertrauen, sondern – wenn möglich – finanzielle Rücklagen einzuplanen. Ohne das Deutschlandstipendium sowie erhebliche familiäre Unterstützung hätte ich meinen Auslandsaufenthalt unter diesen Umständen nicht realisieren können.


Studienfach: Bachelor of Education, Geschichte und Russisch

Aufenthaltsdauer: 10/2025 - 02/2026

Gastuniversität: Universität Wien

Gastland: Österreich

Studium an der Gastuniversität

Der Einstieg an der Universität Wien war problemlos möglich, da umfangreiche Unterlagen und Schritt-für-Schritt-Anleitungen zur Verfügung gestellt wurden. Anfängliche Orientierungsprobleme, wie die Suche nach einem Drucker oder den Fachbereichsbibliotheken, konnten schnell gelöst werden. Die Dozenten waren offen für Fragen und halfen bei den genannten Problemen.

Das Lehrveranstaltungsangebot war inhaltlich breit gefächert. Neben klassischen Seminaren und Vorlesungen ist besonders der Lehrveranstaltungstyp des Guided Reading hervorzuheben. In diesen Lehrveranstaltungen wurden zuvor zu Hause gelesene Texte anhand von dazu gestellten Hausaufgaben diskutiert. Die verpflichtenden und benoteten Hausaufgaben, die bewertete Mitarbeit sowie die Anwesenheitspflicht sorgten für ein intellektuell äußerst anregendes Lernklima. Auch außerhalb der Lehrveranstaltungen zeigten sich die Studierenden sehr wissbegierig und hilfsbereit. Der Austausch mit ihnen war durchweg interessant.

Wohn- und Lebenssituation

Die Suche nach einer geeigneten Unterkunft erfolgte ca. 12 Monate vor Beginn des Auslandsaufenthaltes. Daher war es kein Problem, mehrere Wohnungen in ca. 15 Minuten Fahrradentfernung von der Universität zu finden und eine passende auszuwählen. Ich habe mein Auslandssemester in einer 27 m² großen Wohnung im 20. Bezirk verbracht. Die Miete betrug ca. 800 Euro im Monat. Apotheke, Discounter, Straßenbahn und Imbisse befanden sich in einem Umkreis von etwa 500 m. Die Suche nach der Wohnung erfolgte über die Seite Housing Anywhere.

Studienfach: Bachelor of Education, Geschichte und Russisch

Aufenthaltsdauer: 10/2025 - 02/2026

Gastuniversität: Universität Wien

Gastland: Österreich

Rückblick

Der Auslandsaufenthalt war für mich eine sehr wertvolle Erfahrung, die ich im Masterstudium auf jeden Fall wiederholen werde und jedem empfehlen kann. Die Zeit im Ausland erweitert nicht nur den fachlichen Horizont, sondern stellt auch darüber hinaus einen wichtigen Lebensabschnitt dar, der für meine persönliche Entwicklung von großer Bedeutung ist. Der Aufenthalt hat zudem meine Selbstständigkeit und Organisationsfähigkeit deutlich gestärkt.

Ich empfehle zukünftigen Studierenden insbesondere, frühzeitig mit der organisatorischen Planung zu beginnen, ausreichende finanzielle Reserven einzuplanen und die vielfältigen Lehrveranstaltungsformate aktiv zu nutzen.


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