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„Nicht nur öffentlich, sondern offen für alle“ – Oberbürgermeisterin Noosha Aubel zum Antrittsbesuch an der Universität Potsdam

  • Photo: Thomas Roese
    Potsdams Oberbürgermeisterin Noosha Aubel bei ihrem Antrittsbesuch an der Universität Potsdam mit Uni-Präsident Prof. Oliver Günther, Ph.D.
  • Mehrere Menschen sitzen in einem Besprechungsraum um einen Tisch
    Photo: Thomas Roese
    Potsdams Oberbürgermeisterin Noosha Aubel (r.) bei ihrem Antrittsbesuch an der Universität Potsdam - im Büro des Präsidenten Prof. Oliver Günther, Ph.D. mit (l.) mit dem Kanzler der Hochschule Hendrik Woithe (2.v.l.) und dem Dekan der Philosophischen Fakultät, Prof. Dr. Hans-Georg Wolf (2.v.r.)
  • Zwei Menschen stehen vor einem Foto, ein Mann zeigt der zweiten Person, einer Frau, etwas auf einem Bild
    Photo: Thomas Roese
    Uni-Präsident Prof. Oliver Günther, Ph.D. führt Potsdams Oberbürgermeisterin Noosha Aubel durch das Süd-Communs auf dem Campus AM Neuen Palais
  • Ein Mann und eine Frau gehen gemeinsam eine Treppe hinunter
    Photo: Thomas Roese
    Potsdams Oberbürgermeisterin Noosha Aubel (r.) bei ihrem Antrittsbesuch an der Universität Potsdam mit dem Uni-Präsidenten Prof. Oliver Günther, Ph.D. auf der Freitreppe des Süd-Communs
  • Mehrere Menschen sitzen in einem Besprechungsraum um einen Tisch
    Photo: Ernst Kaczynski
    Potsdams Oberbürgermeisterin Noosha Aubel (4.v.l.) informierte sich auf dem Campus Golm im Gespräch mit Vertreterinnen und Vertretern der dort ansässigen Fakultäten und Institute über die Entwicklung des Standorts.
  • Mehrere Menschen sitzen in einem Besprechungsraum um einen Tisch
    Photo: Ernst Kaczynski
    Potsdams Oberbürgermeisterin Noosha Aubel (M.) informierte sich auf dem Campus Golm im Gespräch mit Vertreterinnen und Vertretern der dort ansässigen Fakultäten und Institute über die Entwicklung des Standorts.

Über neueste Entwicklungen in Forschung, Lehre und Transfer informierte sich Potsdams Oberbürgermeisterin Noosha Aubel in dieser Woche bei ihrem Antrittsbesuch an der Universität Potsdam. Präsident Prof. Oliver Günther, Ph.D., und Kanzler Hendrik Woithe begrüßten die Oberbürgermeisterin auf dem Campus Am Neuen Palais. Im Gespräch, an dem auch der Dekan der hier ansässigen Philosophischen Fakultät, Prof. Dr. Hans-Georg Wolf, teilnahm, interessierte Noosha Aubel besonders, wie sich der historische Standort mit seinen barocken Gebäuden in den nächsten Jahren verändern wird. Oliver Günther berichtete, dass am nordwestlichen Ende des Campus demnächst zwei Neubauten übergeben werden, in denen unter anderem das Zentrum für Informationstechnologie und Medienmanagement, die Druckerei und ein Rechenzentrum ein neues Zuhause finden. Zudem sollen einige Sportanlagen verlegt werden und mehrere kaum renovierbare Gebäude und Container weichen, um so entlang der Ost-West-Sichtachse des Parks Sanssouci Raum für weitere Neubauten zu schaffen. 

Hans-Georg Wolf hob hervor, wie viele Forschende aus seiner Fakultät mit ihren Projekten in Potsdam aktiv sind, studentisches Leben in die Innenstadt bringen und so die Landeshauptstadt zu einer Universitätsstadt machen. Der neue Campus auf dem Brauhausberg werde künftig ebenfalls dazu beitragen und durch seine exponierte Lage zu einem Wahrzeichen der Stadt werden, betonte Oliver Günther. Auf die Frage der Oberbürgermeisterin, ob der neue Campus auch einen Mehrwert für Nicht-Studierende schaffen wird, antwortete Hendrik Woithe: „Die Uni ist nicht nur öffentlich, sondern auch offen für alle. Jeder kann schon jetzt etwa die Bibliotheken oder die Mensa nutzen. Auf dem Brauhausberg wollen wir auch Gastronomie und Fitnessangebote ansiedeln. Außerdem hoffen wir, dass wir den Turm als Aussichtspunkt für Touristen öffnen können.“ Zudem stehen dort Tagungs- und Veranstaltungsräume mit perfekter Verkehrsanbindung und Innenstadtnähe zur Verfügung. 

Mehr Leben auf dem Campus

Bei einem Rundgang über den Campus – durch die Kolonnade, vorbei an der Mensa, zur Jüdischen Theologie und den fast fertigen Häusern 16 und 17 – erläuterte Oliver Günther die erwähnten Neuerungen und Pläne für den im UNESCO-Welterbe gelegenen Standort der Universität. Anschließend ging es weiter nach Golm, wo Professor Günther den Science Park und einige der modernen Forschungsgebäude auf dem Uni-Campus zeigte. Er informierte über die wechselvolle Geschichte des Standorts und erklärte, dass die ehemaligen Panzergaragen derzeit zu einem studentischen Begegnungszentrum umgebaut werden.
Von der Landeshauptstadt wünsche man sich in Golm „mehr Leben, mehr Verdichtung, eine bessere Verkehrsanbindung – und keine schlechtere, wie in den kommenden Wochen“, sagte Oliver Günther mit Blick auf die anstehende Sperrung der Bahnverbindung zwischen Berlin und Potsdam. Generell sei die Universität jedoch sehr zufrieden mit der Entwicklung des Standorts, der zum größten Science Park in ganz Brandenburg geworden sei. Dennoch gebe es Raum für Verbesserungen, etwa bei der Anbindung an die Innenstadt oder der Umsetzung von Bauprojekten. Dringend gebraucht werden etwa zusätzliche Wohnheime für Studierende und neue Räumlichkeiten für die Hochschulambulanz, von denen auch Potsdamerinnen und Potsdamer profitieren würden, wie Prof. Dr. Notger Müller, Dekan der in Golm ansässigen Fakultät für Gesundheitswissenschaften, sagte. 

Prof. Dr. Nadine Spörer, Dekanin der Humanwissenschaftlichen Fakultät, verwies im Gespräch mit Noosha Aubel besonders auf die Lehrkräftebildung am Standort und den bedeutenden Mehrwert den die in Planung befindende Universitätsschule für die Stadt haben wird. Prof. Dr. Andreas Borowski, Direktor des Zentrums für Lehrerbildung und Bildungsforschung, betonte die produktive und sehr gelungene Kooperation mit den Schulen in Potsdam. 
Die Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät wiederum lockt viele internationale Studierende in die Region und bietet fast alle ihrer rund 15 Masterstudiengänge auf Englisch an, wie Dekan Prof. Dr. Ralph Gräf hervorhob. Damit trage die Universität zur Weltoffenheit Potsdams bei. 

Universitätsstadt Potsdam

Die Vizepräsidentin für Lehre, Studium und Europa, Dr. Britta van Kempen, unterstrich, dass die Universität in der Stadt noch sichtbarer werden müsse. Projekte wie „Uni findet Stadt“, „Uni trifft Schule“ oder die „KinderUni unterwegs“ arbeiten bereits an dieser Vision, sollten aber von der Stadt mehr unterstützt werden. „Das Marketing der Stadt sollte die Universität mehr aufgreifen. Wir würden gerne ‚Universitätsstadt Potsdam‘ auf den gelben Ortseingangsschildern lesen“, so van Kempen. Zum Abschluss erinnerte Oberbürgermeisterin Aubel daran, dass auch die Landeshauptstadt sparen müsse und sich künftig auf drei bis fünf Schwerpunktthemen fokussieren werde. Wenn es nach ihr gehe, sollte die Wissenschaft aber ganz klar eines davon sein.