Vorbereitung des Auslandsaufenthaltes
Ich habe das erste Mal während meines Bachelorstudiums vom Erasmus+ Programm erfahren, und habe mich gefreut jetzt während meines Masters auch tatsächlich daran teilnehmen zu können.
Der Bewerbungsprozess, bei beiden Universitäten, war relativ schnell und übersichtlich und hat nicht viel Zeit in Anspruch genommen, was ich sehr positiv fand.
Die Gastuniversität hat lediglich noch zusätzlich ein Sprachniveau Zertifikat angefordert.
Studium an der Gastuniversität
Die Gastuniversität hat ein Sprachniveau von mindestens B1/2 erwartet. Dies ist meiner Meinung nach auch sinnvoll, da man sonst vor allem am Anfang, Schwierigkeiten haben könnte den Seminaren zu folgen.
Das Studienklima war insgesamt sehr angenehmen und mir ist nichts besonders positiv oder negativ in Erinnerung geblieben/ aufgefallen.
Es gab einen extra Student-Welcome-Desk für internationale Studierende, wo immer mindestens eine Person war, an die man sich wenden konnte. Spezielle Betreuung durch Dozenten ist mir nicht aufgefallen (ich hatte dafür jedoch auch persönlich keinen Bedarf).
Die Bibliothek war gut ausgestattet mit genügend Sitzplätzen und Computertools (Drucker etc.) um die wichtigsten Uni-Arbeiten zu erledigen. Die Öffnungszeiten waren auch angemessen.
Kontakte zu einheimischen und internationalen Studierenden
Der Kontakt zu den einheimischen und internationalen Studierenden ist ganz natürlich gekommen, da man durch die verschiedenen Seminare relativ schnell Kontakt knüpfen konnte. Mir ist jedoch aufgefallen, dass man die Initiative auch oft selber ergreifen muss, da es sonst, vor allem am Anfang, etwas schwer sein könnte.
Sprachkompetenz vor und nach dem Auslandsaufenthalt
Der Auslandsaufenthalt hat mir auf jeden Fall geholfen meine sprachlichen Kompetenzen zu verbessern. Nach dem Aufenthalt fühle ich mich viel sicherer und habe vor allem durch den Kontakt zu den Lokals auch ein besseres Sprachgefühl dafür entwickelt wie man im „echten“ Leben spricht und nicht nur wie man es durch die Schule oder Universität lernt.
Wohn- und Lebenssituation
Nachdem ich die Zusage von beiden Universitäten erhalten hatte, dass ich beim ERASMUS+ Programm teilnehmen durfte, habe ich relativ zeitnah im Internet nach Zimmern, Wohnungen/ Studios recherchiert. Ich konnte mich dann auch einige Monate später für das Wohnheim der Partneruniversität bewerben, habe dort aber eine Absage erhalten. Letztendlich habe ich durch die Hilfe von Freunden und Familie ein Studioapartment gefunden (ca. 2 Monate vor Beginn).
Ich habe jeden Tag die Metro oder den Bus genutzt und habe mir dafür jeden Monat ein Monatsticket gekauft. Für Studierende unter 25 ist dies auch vergünstigt.
Um eine extra Krankenversicherung musste ich mich nicht kümmern, da die Kosten innerhalb der EU übernommen wurden wären. (Für mich sind keine angefallen).
Ich musste auch kein extra Bankkonto in Frankreich eröffnen, da meine Bank auch keine extra Kosten für EU-Ausland berechnet hat.
Da Paris eine Großstadt ist hat es an diversen Freizeitangeboten (Museen, Ausstellungen, Konzerten, Restaurants etc.) nicht gemangelt und man hat immer etwas gefunden.
Generell ist mir aufgefallen, dass Supermärkte und Apotheken ein wenig teurer waren als im Vergleich zu Deutschland, aber durch das Stipendium waren die Mehrkosten auch nicht allzu schlimm.
Studienfach: Linguistik
Aufenthaltsdauer: 09/2025 - 12/2025
Gastuniversität: Université Sorbonne Nouvelle
Gastland: Frankreich
Rückblick
Ich würde definitiv empfehlen, so schnell wie möglich zu versuchen Kontakt mit anderen Erasmus-Studierenden zu knüpfen, da dies vor allem am Anfang sehr hilfreich ist. Hierzu waren auch vor allem die ersten beiden Einführungswochen, die durch die Partneruniversität organisiert wurden sehr hilfreich, da man hier verschiedene Veranstaltungen und Ausflüge besuchen konnte.
Später findet man dann durch die verschiedenen Seminare/ Vorlesungen und Gruppenarbeiten auch Kontakt zu den Einheimischen Studierenden.