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Unterwegs in Spanien – Tag 3: Sand, Scherben und Schnecken

Potsdamer Studierende zur Summer School in Burriana

  • Schwarze Sonnenschutzzelte werden von mehreren Studierenden abgebaut.
    Photo: Murat Yildiz
    Der Sonnenschutz wird wegen des guten Wetters abgebaut.
  • Auf sandigem Boden liegt eine freigelegte fast A4-Blatt-große Scherbe. Eine Hand im Handschuhe legt sie mit einem Pinsel weiter frei.
    Photo: Luca Alacán Friedrich
    Ein größerer Fund: eine Iberische Keramikscherbe.
  • In einer Hand liegt ein fast 10 cm großes Schneckenhaus. Es besitzt diverse stumpf zulaufende Stacheln.
    Photo: Jonathan Römer
    Das stachelige Gehäuse der Purpur-Schnecke.

Nach dem Frühstück brechen wir zur Ausgrabungsstätte auf – begleitet von perfektem Ausgrabungs-Wetter: bewölkt und angenehm schattig. So ist für den Anfang unserer Grabungen keine Plane nötig und die ersten Stunden ziehen ohne die Sorge sich zu verbrennen von dannen.
Zwischenzeitlich erklärt uns der Museumsdirektor, José Manuel Melchor-Monserrat, eine Besonderheit unseres Grabungsgebietes: Die Villa fußt auf einer fossilen Düne. Sie trennt Süß- und Salzwasser voneinander. Anhand der Böden, die auf der einen Seite überwiegend aus Sand und auf der anderen aus Lehm bestehen, wird dies deutlich.

Gegen Ende unserer ersten Grabungsphase stoßen wir auf weiteren Mörtel und diverse Fundstücke: Scherben iberischer Keramik. Kurz vor der Pause motivieren uns diese Funde, denn nun hoffen wir, in der späteren Schicht mehr zu finden.
Mit reichlich Energie und Motivation gehen wir nach einer kurzen Erfrischung in die zweite Grabungsphase und fügen unserer Sammlung an iberischer Keramik weitere Exemplare sowie mehrere Muscheln hinzu. Zu diesen zählen auch Austern, Überreste von Mahlzeiten, die schon an anderen Stellen und Grabungsabschnitten der Villa entdeckt wurden. Außerdem finden wir das Schneckengehäuse einer Purpurschnecke, die die Phönizier zur Herstellung des gleichnamigen Farbstoffes nutzten.

Im Laufe des Tages lernen wir von anderen Studierenden, die bereits Vorerfahrungen haben, weitere Techniken für archäologische Grabungen kennen. Auch mit anderen, weniger wissenschaftlichen Konzepten rund um Grabungen werden wir vertraut gemacht – wie dem sogenannten „Dirt Beer“, bei dem mit dreckiger Kleidung auf den geschafften Tag angestoßen wird.

Nach dem gemeinsamen Abendessen fallen wir - zufrieden angesichts unserer Funde – ins Bett und blicken dem nächsten Tag voller Vorfreude entgegen.