„Als studentische Ansprechpersonen begleiten sie internationale Studierende beim Ankommen an der Universität Potsdam, geben in Lehrveranstaltungen Einblicke in Auslandsaufenthalte und wirken bei Pop-ups, Infoveranstaltungen, Workshops und weiteren internationalen Aktivitäten des International Office mit“, erklärt Iris Dupont-Nivet vom International Office die Idee dahinter. Zudem schaffen sie ganz konkrete Möglichkeiten für Austausch und Vernetzung – indem sie eigene Community-Aktivitäten wie Spiele- und Sportangebote, Kochabende, kulturelle Treffen und informelle Begegnungen organisieren.
Das Wichtigste: Die Campusbotschafterinnen und -botschafter wissen, wovon sie sprechen: „Sie sind selbst internationale Studierende oder haben durch ein Auslandsstudium oder Praktikum wertvolle Erfahrungen gesammelt und teilen diese Perspektiven nun mit anderen“, so Iris Dupont-Nivet. Wie Chelsea Monjoa. Die 23-Jährige stammt aus Kamerun und kam 2025 für ihren Master Biochemie und Molekularbiologie an die Universität Potsdam. „Mein Vater hat schon in Deutschland studiert und mir viel darüber erzählt. Bei meiner Recherche nach dem passenden Studienort, gefiel mir Potsdam auf Anhieb – und als ich das Buddy-Programm fand, wusste ich, dass ich hier nicht alleingelassen werde. Die tolle Unterstützung, die ich im ersten Semester bekommen habe, wollte ich gern anderen weitergeben. Deshalb habe ich mich als Campusbotschafterin beworben. Das Tolle ist: In dieser Rolle kann ich nicht nur ein oder zwei Menschen helfen, sondern vielen gleichzeitig.“ Wie die anderen Botschafter ist sie nun regelmäßig in internationaler Mission unterwegs: auf dem Campusfestival, bei den Veranstaltungen des International Office (IO) oder in Beiträgen für die Social-Media-Kanäle des IO. Und sie hat sich ein ganz eigenes Format überlegt, mit dem sie alle, die in der Fremde sind, miteinander ins Gespräch bringt: „Ich möchte ein ‚Away-from-Home-Event‘ anbieten, immerhin sind viele der Studierenden weit weg von zu Hause, das gehört Heimweh dazu und darüber sollte man reden. Und vielleicht können wir dabei einige der – allesamt eingeladenen Potsdamer Studierenden – dazu bringen, diesen Schritt auch auszuprobieren!“
Ebenfalls weit weg von zu Hause ist Anwar Alahmad, wenngleich er inzwischen schon so lange in Deutschland lebt, dass er die Stadt als zweite Heimat beschreibt. Er kam 2017 aus Syrien nach Potsdam, hat hier Abitur gemacht und anschließend ein Germanistik-Studium mit Schwerpunkt Deutsch als Fremdsprache begonnen. Inzwischen ist er im sechsten Semester und steht kurz vor dem Bachelorabschluss. Nebenbei arbeitet er schon seit einiger Zeit im Begegnungszentrum oskar in Potsdam-Drewitz. Menschen zusammenzubringen – damit kennt er sich aus. Deshalb plant er, neben den Besuchen in Lehrveranstaltungen und IO-Events auf den Campus der Uni Potsdam ein eigenes Format: einen Kochabend. „Ich möchte die Studierenden zusammenbringen und zwar die Internationals und die, die es noch werden wollen. Außerdem hoffe ich, dass die Studierenden so auch noch mehr über die vielen Angebote erfahren, die es – auch für sie – in der Stadt gibt, wie im Begegnungszentrum oskar.“ Von der Idee der der Campusbotschafter*innen hat Anwar auf der Homepage des IO gelesen, und sich kurzerhand dafür beworben. „Ich habe selbst einen internationalen Hintergrund und weiß, wie wichtig solche Hilfe sein kann. Ich finde, davon sollte es noch viel mehr geben, um den Studierenden den Start hier zu erleichtern.“
Weitere Informationen zu den Campusbotschafter*innen: https://www.uni-potsdam.de/de/international/international-at-home/campusbotschafterinnen-fuer-internationales