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Barrieren abbauen durch Maker Education – Mehr lateinamerikanische Frauen für MINT-Berufe gewinnen

  • Das Projektteam besuchte den Maker Space im Hasso Plattner-Institut posiert für ein Gruppenfoto.
    Foto: Frederic Matthe
    Das Projektteam besuchte den Maker Space im Hasso Plattner-Institut.
  • Menschen in einem Konferenzraum an Tischen sitzend, die im Rechteck aufgebaut sind. Eine Person referiert vor einer digitalen Anzeige.
    Foto: Frederic Matthe
    Das Projekt MakerWomenSTEM vereint 9 Institutionen aus Mexiko, Kolumbien, Ecuador, Spanien, Finnland und Deutschland.
  • Menschen in einem Konferenzraum in verschiedenen Gruppen, die sich unterhalten.
    Foto: Frederic Matthe
    Im Fokus der Projektwoche standen das Trainingsdesign und die Gestaltung des MakerWomenSTEM-Netzwerkes.
  • Eine Person referiert vor digitaler Anzeige.
    Foto: Frederic Matthe
    Kerstin Altherr vom Dezernat 2 leitet die gemeinschaftliche Entwicklung des Micro Credential Konzeptes.

Frauen sind in MINT-Bereichen, also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik, weiterhin deutlich unterrepräsentiert – nicht nur in Deutschland und Europa, sondern in noch stärkerem Maße in Lateinamerika. Das von der renommierten Tecnológico de Monterrey (Mexiko) initiierte und koordinierte Erasmus+ CBHE-Projekt MakerWomenSTEM setzt genau hier an. Ziel ist es, die Beteiligung von Frauen in MINT-Berufen in Lateinamerika nachhaltig zu erhöhen und durch ein integriertes Ökosystem aus Ausbildung, Mentoring und Zusammenarbeit neue Bildungs- und Entwicklungschancen zu eröffnen. Neben zwei weiteren Hochschulen aus Mexiko sind Partnerinstitutionen aus Kolumbien, Ecuador, Spanien und Finnland beteiligt. Die Universität Potsdam bringt ihre Expertise über das Zentrum für Qualitätsentwicklung in Lehre und Studium (ZfQ) in das Projekt ein.

Im Rahmen der Mid-Term-Projektwoche vom 2. bis 6. Februar 2026 kamen im Bildungsforum Potsdam 18 Mitarbeitende aus Lehre, Management, Administration und Supporteinrichtungen von sechs Partnerinstitutionen zusammen. Im Mittelpunkt der Arbeit standen das didaktische Design der Trainings, deren bildungstechnologische Begleitung, die Zertifizierung als Micro-Credentials sowie Strategien zum Netzwerkaufbau.

„Look – Think – Make – Test“ sind vier Schritte im Learning Cycle der Maker Education. Diesen innovativen pädagogischen Ansatz nutzend, verfolgt das Erasmus+ CBHE-Projekt MakerWomenSTEM das Ziel, Frauen in den Partnerländern Mexiko, Kolumbien und Ecuador den Zugang zu naturwissenschaftlich-technischen Studienrichtungen und Berufsfeldern zu erleichtern.

Kern des Projekts ist die Entwicklung und Durchführung von Trainingsprogrammen für angehende STEM-Mentorinnen. Ergänzt wird dies durch den Aufbau einer nachhaltigen, internationalen Community. So sollen digitale, kreative und unternehmerische Kompetenzen gezielt gefördert und in lokale Bildungs- und Arbeitskontexte weitergetragen werden.

Maker Education setzt auf praxisnahes Lernen durch Tüfteln, Bauen und Experimentieren mit analogen und digitalen Werkzeugen. Die Teilnehmenden entwickeln eigene Ideen, lernen kreativ, selbstorganisiert und kollaborativ und arbeiten bereits während der Ausbildung an realen Herausforderungen aus ihren regionalen und gesellschaftlichen Kontexten. Nach erfolgreichem Abschluss tragen die zertifizierten Mentorinnen ihre selbst entwickelten Bildungsangebote in ihre Communities und wirken dort als Multiplikatorinnen.

In den vergangenen Monaten wurden das theoretische Rahmenwerk sowie die konzeptionellen Grundlagen des Modells erarbeitet. Während der Projektwoche in Potsdam lag der Fokus insbesondere auf der Finalisierung der Trainingskonzepte für die im Frühsommer 2026 geplante Durchführung in den lateinamerikanischen Partnerländern. Dazu wurden Ergebnisse aus Pilottrainings sowie Expert*innenfeedbacks aus vorangegangenen Think-Tank-Veranstaltungen systematisch ausgewertet und in die finale Ausgestaltung überführt.

Neben dem ZfQ und Kerstin Altherr (Dezernat 2) brachten Mitarbeitende des MINT-Teams der Universität Potsdam, des Koordinationsbüros für Chancengleichheit sowie des Career Service ihre Expertise in die Bereiche Training, Zertifizierung und Netzwerkaufbau ein. Praktische Impulse – insbesondere zur Gestaltung geeigneter physischer Lernumgebungen – erhielten die Projektmitglieder bei Besuchen der Maker Spaces am Hasso-Plattner-Institut sowie der Machbar im Freiland Potsdam.

Weitere Informationen zum Projekt:  https://makerwomenstem.eu/