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Früher war heute morgen – Gute Aussichten: ein Blick in die Vergangenheit der Universität

  • Wiederaufbau der pädagogischen Hochschule in den 1950er Jahren.
    Foto: Fotoarchiv Uni Potsdam
    „Früher war alles besser!“ Kann das wirklich stimmen? Auf jeden Fall haben in den 1950er Jahren offenbar alle mit angepackt, als es darum ging, die pädagogische Hochschule (wieder)aufzubauen – Wie hier beim Abriss der Baracken vor der Kolonnade. Und zum anderen zeigt das Foto, dass der Campus mal erstklassig ans Schienennetz angebunden war. Ob sich daran anknüpfen lässt?
  • Campus am Neuen Palais in den 1950er Jahren.
    Foto: Fotoarchiv Uni Potsdam
    Manchmal geht der Blick in die Zukunft über die Schulter: der Traum vom Begegnungsort Campus mit malerisch verteilten Bänken, die zum verweilen einladen, war in Potsdam schon in den 1950er Jahren Realität.
  • Person sitzt vor einem alten Computer.
    Foto: Eska Tribukeit
    Höher, schneller, weiter. Forschung bewegt sich stets in der Spannung aus „Wir können so viel mehr als frühere Epochen!“ und „Was wäre wohl in zehn, 50 oder 100 Jahren möglich?“. Auf jeden Fall passt Technik, die 1995 – hier für ein Physikpraktikum – noch einen Kühlschrank gefüllt hat, heute oft in einen Schuhkarton.
  • Abriss des alten Wachgebäudes in Golm am 25. Juli 1994.
    Foto: Karla Fritze
    Manche Veränderung muss sich zuerst den nötigen Platz verschaffen. Mal still und leise, mal mit Getöse. Letzteres meist fotogener. Wie der Abriss des alten Wachgebäudes in Golm am 25. Juli 1994.
  • Demonstrierende Personen
    Foto: Karla Fritze
    Wissenschaft ist eine Herzensangelegenheit, eine Berufung. Es dürfte daher niemanden wundern, dass im August 1996, als die Landespolitik Stellenstreichungen und Etatkürzungen ankündigte, Uni-Angehörige – darunter, der Rektor Prof. Dr. Wolfgang Loschelder (l.) und der heutige Vorsitzende der Universitätsgesellschaft Prof. Dr. Dieter Wagner – lautstark vor dem Landtag demonstrierten. Mit Erfolg.
  • Schild auf dem "Golm" steht am Bahnhof.
    Foto: Karla Fritze
    Dasselbe gilt für die „andere Seite“ des Science Parks in Golm. Auch jenseits der Bahnlinie war im August 1998 noch (fast) nichts außer den Baukränen. Selbst der Bahnhof bestand im Wesentlichen aus einem schlichten Schild.

Wer von Zukunft spricht, beschwört gern Luftschlösser, entwirft Visionen und Pläne. Fliegende Autos, Reisen zum Mars oder KI im Klassenzimmer. Ist alles wichtig. Wichtig ist aber auch der Blick zurück, der uns klarmacht, wann und wie unser Heute entstanden ist. Der zeigt, welche Kraft dafür nötig war. Der aber manchmal auch sichtbar macht, was sich nicht verändert hat, was geblieben ist – weil es gut bis heute ist, und weil neu nicht immer besser ist. Wir haben im Fotoarchiv der Universität Potsdam gestöbert und einige Beispiele zusammengetragen. Sie sollen informieren, inspirieren und unterhalten.

 

Dieser Text erschien im Universitätsmagazin Portal - Eins 2023 „Zukunft“ (PDF).